Biomechanischer Zahnersatz

Das Grundprinzip der biomechanischen Brücken basiert auf nicht starren (isostatischen) 
Verbindungen zwischen den Pfeilerzähnen.Der Einsatz eines TDB torsionsattachment verhindert eine Störung der natürlichen Mundbewegungen beim Kauen und Pressen. 
Dieses multifunktionale TDB torsionsattachment kann den zehnfachen Kaudruck im Mund ertragen, und ist dadurch sogar einsetzbar im Fall von Bruxismus. 
 
Natürliche Beweglichkeit der Zähne ist sehr wichtig für einen gesunden Organismus ! 
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Iatrogene starre Zahnverbindungen verursachen u.a. viele falsche okklusale Belastungen einzelner Zähne oder Zahngruppen.Diese können zur cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD) führen. 
CMD ist der Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- und Kiefergelenkfunktionen. 
 
Symptomatik : 

 

Iatrogene starre Zahnverbindungen können u.a. viele falsche okklusale Belastungen einzelner Zähne oder Zahngruppen verursachen. Abweichungen von 0,1 mm können den Kauapparat soweit stören, das es z.B. zu einem Bruxismus ( Zähneknirschen) kommt. 
Weiter Nachteile solcher starren Verbindungen ist das dafür erforderliche Parallelisieren der Pfeilerzähne.Dafür wird sehr viel meist gesunde Zahnsubstanz vernichtet, es kann außerdem zu Pulpaverletzungen kommen, die einen vorzeitigen Zahnverlust zur Folge haben können. 
Durch den Einsatz des TDB torsionsattachment kann mit Hilfe des TDB retainers 98 % der Zahnsubstanz geschont werden. 
Die Entwicklung des TDB retainer stützt sich auf Langzeiterfahrungen mit anderen Verankerungen, die direkt im gesunden Zahn eingesetzt werden. ( siehe u.a. Prof.T.Jang,DDS,MS an initial trial of mini-anchor(cbw) resin bonded fixed partial dentures to replace anterior and posterior missing teeth.International journal of prosthodontics.) 
Zur Plazierung des TDB retainers kommt ein speziell für diesen Zweck entwickelter Micro-Präparator zum Einsatz. 
 
Die TDB retainer sind entweder aus biokompatiblem chirurgischen Metall oder aus Zirkonium hergestellt.Sie werden überwiegend in Kombination mit Inlay-Teilkronen und Implantaten verwendet. 
 
Große Bedeutung in der Zahnmedizin hat die Unversehrtheit der Eckzähne. Für eine funktionell richtige Belastung der Zähne im Unterkiefer sind Eckzahnführung und eine ausreichende transversale Kompensationskurve entscheidend.Hier können besonders TDB retainer mit Torsionsgeschieben zum Einsatz kommen? 
 
Das gesamte Programm der Dental-Biomechanik wird einen umfassenden Einblick in die aktuellen Möglichkeiten geben, parodontal schwer vorgeschädigte Zähne langfristig erfolgreich in prothetische Versorgungen einzubeziehen. In manchen Fällen kann das Implantat nicht die vernünftige Lösung sein. 
 
 

Universal/digestive jaw

Eine wichtige solitäre Dysfunktion (fault) des kraniomendibulären Systems (CMS) 
 
 
Dr. Carl Ferreri (10/11/1928 - 19/05/2007)  
 
Zusammenfassung 
 
Der 'universal'- und 'digestive jaw' wurde erstmalig von Ferreri als eine neue Fehlfunktion des kraniomandibulären Systems (CMS) beschrieben. Diese, lokal meist asymptomatischen Fehlfunktionen des CMS werden von falschenKraftvektorne ausgelöst, die auf einen Zahn, eine Zahngruppe oder auf den Unterkiefer als Ganzes einwirken. Es handelt sich um eine funktionelle mandibuläre Belastungsstörung. Diese Fehlfunktion wird über die extrem große Anzahl van Afferenzen des N. trigeminus in das Zentralnervensystem (ZNS) gemeldet. Das ZNS versucht durch periphere Muskelaktivitäten am ganzen Körper, die Fehlfunktion des CMS zu kompensieren, mit dem Ziel, die Aufgabenerfüllung des CMS trotz Fehlfunktion zu optimieren und das Organ lokal symptomlos zu erhalten. Diese neuue Hypothese hat gravienrende Folgen für die gesamte Zahnheilkunde. danach sind zahnärztliche starre Verbindungen im Unterkiefer, wie Brücken, verblockte Kronen, starre Schienen oder starr mit Zähnen erbundener herausnehmbarer Zahnersatz in der Regel kontraindiziert. Starre Zahnverbindungen im Unterkiefer haben periphere Symptome oder mindestens asymptomatische kompensatorische Muskelaktivitäten zur Folge. Aus diesem Grund sind starre Zahnverbindungen zwischen Implantaten, ankylosierten Zähnen oder normalen Zähnen kontraindiziert. Auch herausnehmbare Prothesen dürfen daher nicht starr mit dem Restgebiss verbunden sein, vielmehr müssen sie die normale Beweglichkeit der Zähne, die Elastizität des Unterkiefers und die freie Beweglichkeit des kraniosakralen Systems (CSS) während natürlicher Mundbewegungen beim Kauen und Pressen respektieren. Um diese Prinzip auch in der Kieferorthopädie anzuwenden, müssen viele Behandlungsabläufe geändert werden. Der Autor hat dieses Konzept erstmalig auf dem ICAK-Weltkongress in Freiburg 2002 vorgestellt. 
 
 
Manuelle Medizin 
© Springer Medizin Verlag 2004 
DOI 10.1007/s00337-004-0326-4 
 
W. Entrup 
 
Originalien 
 
Universal/digestive jaw 
An important solitary fault of the craniomandibular system (CMS) 
 
Abstract 
 
The universal and digestive jaw was first described by Ferreri as a new fault of the craniomandibular system (CMS). This dysfunction of the CMS is locally usually asymptomatic and caused by improper force vector acting on a thooth, tooth group, or the mandible as a while. As such it is a functional disorder of pressure exerted on the mendible. This fault is signaled to the central nervous system (CNS) via the innumerable afferents of the trigeminal nerve. The CNS attemps to compensate for this CMS fault by eliciting peripheral muscle activity in the entire body with the goal of optimizing the ability of the CMS to fulfil its function despite the fault and maintain a locally sysmptom-free organ. This novel hypothesis has serious consequences for the entire science of dentistry. Accordingly, rigis dental devices such as bridges, fixed crowns, rigid plates, or removable dentures affixed to theeth are usually contraindicated. Rigid connections in the mandible result in peripheral sysmptoms or at the least asymptomatic compensatory muscle activiti. For this reason, rigid connections between implants, ankylosed teeth, or normal teeth are contraindicated. 
Removable protheses should also not be rdigly attached to the remaining teeth; instead, they should respect the normal mobility of the teeth, the elasticity of the mandible, and the free movement of the craniosacral system during natural mouth activity in chewing and pressing. To best implement this principle in orthodontics, many treatment strategies will requiere revision. The autor presented this concept for the first time at the ICAK World Congress held in Freiburg in 2002. 
 
 

Der Einsatz des Torsionattachments gewährleistet die Eigenbeweglichkeit  
der natürlichen Pfeilerzähne und löst eventuelle Disparallelitätsprobleme 

Dieses: 
- verhindert das Loslösen von Inlay- Onlay- und Adhäsivbrücken 
- erspart Abschleifen bei gekippten Zähne erheblich 
- verringert die Gefahr von Pulpaverletzungen (die Zähne bleiben vital!) 
- reduziert Komplikationen bei Zahnfehlstellungen 
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Mit Hilfe des Torsionattachments wird also 
bis zu 60% Zahnsubstanz geschont!

- bei herkömmliche Kronen-und Brückenarbeit 
- bei Adhäsivbrücken 
- in der Implantologie 
 
 
 

Erhalt der bestehenden biologischen Strukturen  
ist die oberste Priorität in der Zahnmedizin!!! 

(laut Fazit des DAZ und VDZM Kongresses 2007 in Frankfurt) 
 
Die Torsion Dentaltechnik macht den großen Unterschied des minimalinvasiven Zahnersatzes aus. 
 
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Überkronungen ohne Torsionattachment wird bei den TDB Retainerzahnbrücken fast keine Zahnsubstanz weggeschliffen. 
 
Der Einsatz von Retainern um die Eckzahnführung zu erhalten, ist von großer Bedeutung! 
 
 
 
Die Entwicklung der TDB Retainer ist auf klinische Langzeiterfahrungen anderer Verankerungen gestützt, welche direkt in den gesunden Zahn eingesetzt werden. Siehe dafür u.a. Prof T. Jiang, DDS,MS “An initial trial of mini-anchor (CBW) resin bonded fixed partial dentures to replace anterior and posterior missing teeth”, International journal of prosthodontics 2005.  
 
Die TDB Retainer widerstehen einer Druckbelastung von 1700 N*, sodass sie im Mund nicht brechen können.  
Für die Platzierung wird ein spezieller Mikro-Präparator verwendet. Dadurch wird eine Passgenauigkeit von 0,03 mm beim Zementieren in der Schmelzschicht erreicht. Das Risiko einer Randspaltbildung ist somit ausgeschlossen. TDB Retainer sind entweder aus 100% biokompatiblem chirurgischem Metall oder aus Zirkon hergestellt und werden überwiegend mit Kronen- oder Inlaypräparationen kombiniert. Auch in diesen Fällen wird das Torsionattachment eingebaut, wodurch das Ablösen der Konstruktion und Bildung von Sekundärkaries nicht stattfinden kann.